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Zu einem ausgiebigen Spaziergang über Deutschlands bekannteste Urlaubsinsel lädt dieser reichhaltig ausgestattete Bildband ein. Der Weg führt durch die Stadt Westerland und alle Inseldörfer, zeigt markante Sylt-Ansichten ebenso wie außergewöhnliche Anblicke abseits der touristischen Zentren. Zahlreiche Luftaufnahmen vermitteln dem Betrachter einen Überblick aus der Vogelperspektive.
Informative Texte erzählen von der Geschichte und den Besonderheiten der einzelnen Inselorte, die wie die Sylter Landschaft einen Blumenstrauß aus vielen verschiedenen Blüten bilden. Prägnante Kurztexte umrahmen die mehr als einhundert aktuellen und historischen Fotografien. Besonderheit: Dies ist der erste im Buchhandel erhältliche Bildband über Sylt in deutscher und englischer Sprache.
LESEPROBE:
(...) Die Erschließung Hörnums ließ lange auf sich warten. Zunächst war der südliche Zipfel der Insel Sylt lediglich ein Schlupfwinkel für Strand- und Seeräuber, ehe er im 15. Jahrhundert den Ausgangspunkt für den Heringsfang bildete. Später wurde der Hering daher in das Sylter Wappen aufgenommen. Noch bis vor gut einem Jahrhundert bestand Hörnum lediglich aus ein paar Häusern und war nur durch einen beschwerlichen Fußmarsch zu erreichen. Erst im Jahre 1901 ging es voran, als eine Hamburger Reederei eine Schifffahrtslinie von Hamburg nach Hörnum einrichtete; im selben Jahr befuhr erstmals die Inselbahn die neue Strecke von Westerland nach Hörnum.
Nahe des Hafens hält seit dem Jahre 1907 der Leuchtturm Wacht, der sein Licht aus einer Höhe von knapp 50 Metern mehr als 40 Kilometer weit aufs Meer hinaus strahlt. Kuriosum: Anfang des 20. Jahrhunderts beherbergte der Turm Deutschlands kleinste Schule. Im Hörnumer Hafen legen die komfortablen Fahrgastschiffe zu einem Tagestörn zu den Nachbarinseln Amrum und Föhr, den Halligen und Helgoland ab. Südlich von Hörnum liegen Sandbänke, auf denen nicht nur Seehunde Rast machen, sondern auch Deutschlands einzige Kolonie von Kegelrobben zu finden ist.
Ein Besuch empfiehlt sich im Hörnumer Naturzentrum, wo neben einer Besichtigung des Zentrums mit seinen vielen Exponaten und Informationen rund um die Nordsee auch Führungen wie Wattwanderungen für Kinder oder vogelkundliche Rundgänge angeboten werden. Außerdem geht es mit dem Kutter auf Seetierfang.
Mit ihren tief eingeschnittenen Dünentälern und seltenen Sand-Salzwiesen bietet die Hörnum-Odde nicht nur ein Refugium für Flora und Fauna, sondern auch ein beliebtes Ziel für Spaziergänger. Doch die urwüchsige Landschaft ist bedroht – bis zu 20 Meter Ufer raubt das Meer in manchen Jahren, so dass der Südzipfel der Insel beständig schmilzt. (...)
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